Sonntagscafé: Autonomes Frauenhaus Karlsruhe
Von der selbst verwalteten Wohnung zum integralen Bestandteil des Hilfesystems der Stadt
Beeinflusst von der Systemkritik der 68-er setzte sich 1980 eine Gruppe Frauen aus Parteien, den Kirchen und freien Frauen zusammen. Sie waren einig im Kampf gegen Gewalt an Frauen in einer patriarchalen Gesellschaft. Innerhalb eines Jahres erarbeitete diese Gruppe ein Konzept für ein autonomes Frauenhaus. Sie begannen mit der Aufnahme betroffener Frauen in einer 2-ZW. Sofort stellte sich diese als zu klein heraus und der neu gegründete Verein konnte durch persönliche Haftung und einen ersten Zuschuss der Stadt Karlsruhe eine Immobilie erwerben. Getragen
von dem Gedanken der gemeinsamen Betroffenheit von Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen in einer von Hierarchien und Gewalt bestimmten Gesellschaft begann ein erstes kleines professionelles Team mit der Arbeit, immer geleitet von der Parteilichkeit für die Frauensicht. Noch heute sind Gründungsfrauen für den Vorsitz im Verein, für die Finanzierung und die Öffentlichkeitsarbeit ehrenamtlich tätig. Wie die Entwicklung verlief und die Arbeit sich in über vier Jahrzehnten professionalisierte, erfahren Sie in diesem Vortrag.
Referentinnen: Ulrike Stihler ist Volljuristin, Geschäftsführerin des „Vereins zum Schutz misshandelter Frauen und deren Kinder e.V.“, Trägerverein des Frauenhauses und der Frauenberatungsstelle. Sie arbeitet in der Rechtsberatung, Prävention und Öffentlichkeitsarbeit. Leyla Baran ist systemische Beraterin, Sozialberaterin, Traumafachberaterin mit Schwerpunkt interkulturelle Kompetenz. Sie spielt Theater und entwickelte das Stück: „Woanders-Überall“ mit.
Einlass 10:30 Uhr
